Was ist ein Unternehmerkraftwerk?

Horst Hochstöger, der Inhaber des Unternehmerkraftwerks hat sich mit Mag. Bernd Trappmaier für ein Gespräch zusammen gesetzt.

 

Aber was ist überhaupt ein Unternehmerkraftwerk? Die Antwort auf diese und weitere Fragen können Sie hier finden:

 

 

 

Bernd Trappmaier: Lieber Horst, du bist Unternehmensberater und hast das Unternehmerkraftwerk gegründet. Worum geht es denn bei dem Unternehmerkraftwerk? Wer sind eure Kunden?

 

Horst Hochstöger: Das ist eine gute Frage, lass mich sie bitte trotzdem korrigieren. Ich sehe mich selbst als „Unternehmensberatungs-Unternehmer“, nicht primär als Unternehmensberater. Es war immer mein Ziel ein Beratungsunternehmen aufzubauen. Meine Held*innen sind die Inhaber*innen kleiner Firmen mit 10-50 Mitarbeiter*innen. Sie erwirtschaften einen großen Teil des Wohlstandes und nehmen ihre Verantwortung für die Mitarbeiter*innen und deren Familien wirklich ernst – so wie Du in Deiner Kanzlei. Das bewundere ich. Wirksame Unternehmensberatung bedeutet für mich, Ursachen für Engpässen in Firmen zu finden und zu bearbeiten, nicht nur kurzfristige Symptombekämpfung zu betreiben. Und diese Ursachen finden sich meistens im Kopf der Menschen im Unternehmen. In der Organisation und der Art und Weise, wie Probleme gelöst, und Entscheidungen getroffen werden. Das ist aber bei 8 von 10 Inhaber*innen nicht am Radar. Sie sind vom Tagesgeschäft getrieben, sind eigentlich die besten Fachkräfte im Unternehmen (und keine Unternehmer*innen). Das kann man niemanden vorwerfen, weil es keine Ausbildung für den Beruf Unternehmer*in gibt. Wirksame Beratung war für mich dadurch nicht machbar. Mit dem Unternehmerkraftwerk hole ich die Inhaber*innen aus dem Tagesgeschäft, begleite sie auf dem Weg zur Superunternehmer*in und mache dadurch ihr Leben leichter, die Firmen erfolgreicher und revolutioniere die kleinbetriebliche Wirtschaft.

 

Bernd: Wir haben in unserer Kanzlei Soziokratie eingeführt und beraten auch sehr gerne soziokratisch organisierte Unternehmen. Kannst du kurz erklären, was Soziokratie für den Unternehmer und für die Mitarbeiter bedeutet?

 

Horst: Ich finde es sehr mutig von dir und großartig, dass du Deine Kanzleiorganisation in Richtung Selbstorganisation entwickelst. Das Modell der soziokratischen Organisation ist dafür sicher ein guter Rahmen. Im Kern bedeutet es für die Menschen in einer Organisation ein grundlegend anderes Menschenbild. Weg von der Trennung von Kopf (Management) und Hand (Arbeiter), wie es nach der industriellen Revolution bis heute in den Köpfen der Menschen verankert ist und damals sicher Sinn gemacht hat, hin zum Vertrauen, dass Menschen selbstbestimmt und selbstverantwortlich arbeiten können und wollen. Es bedeutet auch eine Machtverschiebung im Unternehmen. Und dort liegen auch die größten Hürden. Viele Beispiele zeigen, dass gerade das mittlere und obere Management sehr skeptisch bezüglich solcher Organisationsformen ist. Trotzdem glaube ich, dass die klassische Hierarchie ausgedient hat. Soziokratie ist für mich eines der Modelle für zukunftsfitte Organisationen. Ich habe dafür das Schlagwort #smartorganisation geprägt.

 

Bernd: Ist Soziokratie für jedes Unternehmen geeignet?

 

Horst: Grundsätzlich, ja. Es hängt für mich nicht vom Unternehmen, sondern von den im Unternehmen handelnden Personen ab.

 

Bernd: Was sollten Unternehmer*innen, die am Thema Soziokratie interessiert sind, noch beachten?

 

Horst: Änderungen der Organisation im Unternehmen brauchen Zeit! Wie jede Veränderung in sozialen Systemen oder der Unternehmenskultur. Angebote wie „Soziokratie in 14 Tagen“ würden mich skeptisch machen. Im Grunde geht es ja um die Veränderung von Wertesysteme. Ich versuche immer zuerst einen Umbruch im Kopf, im Denken, zu vollziehen – zuerst im Kopf der Unternehmer*in, dann im Kopf der Menschen in der Organisation. Die tatsächliche Veränderung ist dann aus meiner Sicht am erfolgreichsten in kleinen Schritten. Und diese kleinen Schritte können schon nach soziokratischen Prinzipien erfolgen. Sozusagen zum Üben. Ein wichtiger Faktor zeigt sich auch sehr oft. Solche Veränderungen stoßen in gewisser Weise manche Menschen in der Firma ab, ziehen dafür andere wiederum an. Auch das muss bedacht und professionell behandelt werden.

 

Bernd: Abgesehen von der Beratung zum Thema Soziokratie, was könnt ihr noch für eure Kunden tun?

 

Horst: Veränderungen in Organisation gehen nicht, wenn die InhaberInnen in der Tagesgeschäftsfalle gefangen sind. Wie gesagt, diese Prozesse brauchen Zeit und ständigen Fokus. Das geht nicht, wenn ich vom Tagesgeschäft überrollt werden bzw. die beste Fachkraft im Unternehmen bin. Ich konzentriere mich daher voll darauf, im Unternehmerkraftwerk die InhaberInnen am Weg zur Unternehmer*in zu begleiten. Organisation und Kultur sind aus meiner Sicht Haupttätigkeiten einer Unternehmerin, um die Firma langfristig wertvoller zu machen. Dafür braucht es Zeit, den Wunsch die eigene Rolle in der Firma zu verändern und ein wirksames Konzept. Das können wir für unsere Kunden bieten und tun.

 

Bernd: Wie stelle ich mir die Zusammenarbeit mit dem Unternehmerkraftwerk vor?

 

Horst: Die Entwicklung von der besten Fachkraft zur Unternehmerin ist ein persönlicher Lernprozess. Lernen gelingt am leichtesten gemeinsam mit anderen Menschen. Im Unternehmerkraftwerk bilden wir Teams von bis zu fünf Unternehmer*innen, die sich anhand unseres Konzeptes gemeinsam unternehmerisch weiterentwickeln. So macht das Lernen Spaß, bietet Möglichkeiten zum unternehmerischen Austausch und bringt wieder Spaß, Freude und Leichtigkeit ins Leben der Unternehmer*innen – sie haben es verdient.

 

Bernd: Lieber Horst, ich danke dir für das interessante Gespräch.

 

 

Horst: Ich bedanke mich auch für das Gespräch! 

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