Ihr Unternehmen – revisited

Ja es ist wieder einmal so weit. Weihnachten ist vorbei. Der Dezemberstress weicht.

Wir haben gefeiert. Wir hatten ein paar Tage Urlaub. Wir sind satt und zufrieden. Sind wir zufrieden?

 

Wie geht es jetzt weiter? Im neuen Jahr.

„Same procedure as last year, Miss Sophie?“ – „Same procedure as every year, James“

Sie kennen sicher den zu Silvester gerne gezeigten TV-Sketch Dinner for One. Hier stellt der Butler James seiner Arbeitgeberin, der 90-jährigen Miss Sophie immer wieder die Frage, ob der Ablauf der fiktiven Geburtstagsparty so sein soll wie im vorigen Jahr. Und Miss Sophie antwortet, dass der Ablauf so sein soll wie jedes Jahr – auch wenn keiner der ehemaligen Gäste mehr lebt.

Ist das wirklich so? Soll es im neuen Jahr so weiter gehen wie im letzten Jahr?

Kann es so weiter gehen?

Das alte Jahr Revue passieren lassen

Ja, auch ich habe es gemacht.

Am 27. Dezember setze ich mich immer in mein verlassenes Büro.

Und wenn andere die Weihnachtsfeiern verdauen oder sich schon auf den Jahreswechsel vorbereiten, stelle ich mir Fragen zu meinem Unternehmen.

Ich lasse das Jahr an meinem geistigen Auge vorüberziehen.

Was lief gut? Warum? Habe ich etwas dazu beigetragen, dass es gut gelaufen ist, oder war es Zufall? Wie kann ich sicher stellen, dass es im nächsten Jahr genau so läuft?

Welche Ziele habe ich erreicht? Warum eigentlich?

Mit der ersten Fragerunde stelle ich sicher, dass ich erfolgreiche Strategien auch im neuen Jahr weiter verfolge.

Der richtige Hebel für den Erfolg im neuen Jahr ist aber eine gan andere Frage.

Was ist schlecht gelaufen?

Hier schaue ich mir das Jahr ganz genau an.

Welche Fehler haben wir gemacht? Was ist trotz unserer Planung anders gekommen? Und warum?

 

Und dann überlege ich, wie wir darauf reagiert haben. Haben wir daraus etwas gelernt? Haben wir eine Strategie oder ein System entwickelt, damit diese Fehler nicht mehr passieren? Oder damit wir in einer ähnlichen Situation besser reagieren?

Ich lade Sie ein, diese Übung auch zu machen.

Und wenn Sie sich fragen, was nicht nach Ihren Wünschen gelaufen ist, dann gliedern Sie Ihren Jahresrückblick doch einmal in diese Bereiche.

Kunden

Hatten Sie Probleme mit Kunden?

Waren Ihre AGB nicht anwendbar? Unvollständig? Veraltet?

Sie haben gar keine AGB?

 

Wieviele Ihrer Kunden haben nicht gezahlt? Wie wirkungsvoll war das Inkasso? Wollen Sie hier im nächsten Jahr die Abläufe verbessern? Immerhin geht es da um Ihre eigene Liquidität!

Lieferanten

Kennen Sie Ihre Lieferanten? Haben Sie schon einmal eine Lieferantenbewertung gemacht?

Ist die Qualität der (Vor)Produkte, die Sie von Ihren Lieferanten beziehen, ausreichend und vor allem gleichmäßig?

Oder verursacht ein Lieferant z.B. häufig Gewährleistungsprobleme?

Sind Sie vielleicht gar von einem Lieferanten abhängig? Können Sie das ändern?

 

Wie sehen die Verträge mit Ihren Lieferanten aus? Wissen Sie überhaupt, wo Sie diese Verträge aufbewahren? Wann haben Sie sie zuletzt gelesen (und verstanden)?

Konkurrenten

Hier verwende ich bewusst den Begriff Konkurrenten und nicht Mitbewerber. Konkurrenten sind der Stachel in der Flanke eines Unternehmers. Die können richtig weh tun.

Wie war das letzte Jahr in dieser Hinsicht? Gab es Probleme mit Konkurrenten. Haben diese sich vielleicht wettbewerbswidrig verhalten. Anlaß zu einer UWG-Klage gegeben? Oder umgekehrt?

 

Wie wäre es denn, in einem Markt ohne Konkurrenten zu arbeiten? Das würde eine gute Positionierung und die Entwicklung eines USP (unique selling proposition / Alleinstellungsmerkmal) voraussetzen. Wie sieht Ihre Strategie diesbezüglich aus? Haben Sie schon eine? Muss hier noch nachgeschärft werden?

Mitarbeiter

Ein Riesenthema.

Alle klagen über den Fachkräftemangel. Sie auch?

Lassen Sie sich sagen: es gibt genug Fachkräfte. Sie arbeiten nur vielleicht nicht bei Ihnen, sondern bei Ihrer Konkurrenz!

 

Wie finden Sie die richtigen Mitarbeiter? Wie entwickeln und halten Sie sie?

Haben Sie Ihre Mitarbeiter schon einmal in A, B und C-Mitarbeiter eingeteilt? Ganz ehrlich: wie viele A-Mitarbeiter arbeiten denn bei Ihnen? Und wie viele C-Mitarbeiter. Machen Sie sich da nichts vor. Mit C-Mitarbeitern werden Sie nicht weiter kommen. Trennen Sie sich von ihnen!

 

Haben Sie schon einmal überlegt, was es für Ihr Unternehmen bedeutet, wenn ein A-Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? Gibt es bei Ihnen ein entsprechendes Wissensmanagement?

Behörden

Finanzamt, Gebietskrankenkasse (oder jetzt Gesundheitskasse), Gewerbebehörde, Arbeitsinspekorat. Die haben Sie so nötig wie einen Kropf.

Wie steht es bei Ihnen mit Ämtern und Behörden?

Haben Sie alle erforderlichen Bescheide und Genehmigungen? Sind die noch gültig und aktuell? Haben Sie sie zur Hand? Wann haben Sie sie zuletzt gelesen? Können Sie hier optimieren?

 

Dann noch die Bürokratie mit Gesetzen und Verordnungen. Spüren Sie auch die Gesetzesflut? Haben Sie das Gefühl, nicht mehr „on top“ der rechtlichen Entwicklung in Ihrer Branche zu sein?

Unternehmensorganisation

Ganz ehrlich. Wann haben Sie sich zum letzten Mal mit der Organisation Ihres Unternehmens beschäftigt?

Haben Sie ein aktuelles Organigramm? Stellenbeschreibungen? Aktuelle Prozesse? Ein Qualitätsmanagementsystem mit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess? 

Fazit

Wie geht es Ihnen jetzt?

Haben Sie sich die Fragen gestellt?

Haben Sie Ihren Rückblick über das letzte Jahr gemacht?

Welche Lehren haben Sie daraus gezogen?

Was wollen Sie heuer besser machen?

Oder vielleicht neu angehen?

 

Brauchen Sie dafür einen Partner, der die Fragen mit Ihnen gemeinsam bespricht?

Wir bieten ein jährliches CheckUp Gespräch an. In diesem geht es um diese und noch eine ganze Reihe anderer Fragen. Sie werden nicht nur überrascht sein, wie tief Sie Ihr Unternehmen kennen lernen.